Am 24.12., auf dem Höhepunkt des Vorweihnachtlichen Stress, wenn alle völlig überfordert sind vom Einkaufen, Vorbereiten, dem Druck, familiäre Harmonie herstellen zu müssen, …sind wir als Kirche für die Menschen da und bieten eine Unterbrechung an. Da nicht alle an derselben Feier teilnehmen können, besteht die Herausforderung darin, vor Ort ein vielfältiges gottesdienstliches Programm zu erstellen, um für unterschiedliche Vorlieben und Bedingungen etwas Passendes im Angebot zu haben.


Plan B: „Weihnachten to go“

Allen Präsenz-Gottesdiensten gemein ist das Risiko, dass durch stärkere Einschränkungen die Gefahr besteht, dass diese Gottesdienste nicht wie geplant gefeiert werden können. Aber auch unter den jetzigen Bedingungen kann es sein, dass die Nachfrage größer ist als die Kapazitäten und Gemeindemitglieder aus Sorge um Ihre Gesundheit nicht an den Gottesdiensten teilnehmen können. Es wäre wichtig, dass die Gemeinden diesen Menschen zumindest einen Trost überreicht. Dies kann beispielsweise eine Geschenktüte sein, mit der sich Weihnachten auch spontan zuhause ereignen kann. In der Tüte könnte eine Kerze (Licht von Bethlehem), Strohstern, Sternenspritzer, Weihnachtsgeschichte, Hausgottesdienst, Schokolade, Lebkuchen,  Grußkarte, ...sein.


Krippenspiele

Das Stück sollte so gebaut sein, dass es mit Abstand geprobt und aufgeführt werden kann (einzelne unabhängigen Szenen, Maria und Josef und alle anderen Gruppen wie Hirten, Könige und Engel können mit Abstand in Szene gesetzt werden…).

Erzählung mit Szenischer Darstellung

Die Weihnachtsgeschichte wird erzählt. Die Darsteller*innen stellen die Szenen in Slow Motion (extrem langsame Bewegungen) dar, als Pantomime oder mit Standbildern

Tonaufnahme mit Szenischer Darstellung

Wenn nicht für alle Sprecher*innen ein eigenes Mikrofon zur Verfügung steht (Mikrofone müssen vor jedem Wechsel der Sprecher*innen desinfiziert werden) können die Sprecher*innen im Vorfeld aufgenommen werden. Die Tonaufnahme wird bei der Vorstellung abgespielt, so dass die Darsteller vor Ort nicht in dasselbe Mikrofon sprechen müssen.

Held*innenreise

Eine einzelne Person erzählt die Geschichte aus ihrer ganz persönlichen Sicht: eine der beteiligten Figuren (eine Hirtin, Maria, der Esel, ein Engel), oder eine fiktive Figur (ein Reporter von „Herodes Today“ oder die Hebamme von Bethlehem). Die Gemeinde kann eingebunden werden, indem sie (unter der Maske) Geräusche macht, die dem Ganzen Atmosphäre geben: Rauschen des Windes, Blöken der Schafe, Singen der Engel

Video

Das Krippenspiel wird im Vorfeld aufgenommen und auf der Internetseite der Pfarrei an Heiligabend veröffentlicht. So kann es unabhängig von möglichen weiteren Einschränkungen der Gemeinde gezeigt werden und ist auch für diejenigen, die nicht zur Krippenfeier kommen können, zu einer frei wählbaren Zeit zugänglich. Das Hilfswerk Adveniat stellt Videos von Krippenspielen zur Verfügung, die in online und Präsenzgottesdiensten eingespielt werden können: Krippenspiel 2021; Krippenspiel 2020

Anregungen und Materialien finden Sie auch auf der Seite des Erzbistums Freiburg, Vorlagen für Krippenspiele

Anregungen der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Anregungen der Nordkirche

Anregungen der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Ideen und Vorlagen von Adveniat

Internetseite mit Krippenspielen

Handreichung für einen Gottesdienst mit Kindern vom Deutschen Liturgischen Institut

Handreichung vom Deutschen Liturgischen Institut mit allen Gebeten, Liedvorschlägen und Texten (Impulse zur Bildbetrachtung, kurze Spielszenen/Dialoge, Ansprache) für die Leitung u.a. Dienste
Wie wichtig es ist, anderen begegnen zu können, haben viele durch die Pandemie erfahren. Die Weihnachtsgeschichte wird erzählt als eine Geschichte von Begegnungen: von Gabriel und Maria, Maria und Elisabet, Engel und Hirten; denn Gott will den Menschen nahe sein.
Bestellmöglichkeit


Offene Kirche

In der Kirche stehen der Weihnachtsbaum und die Krippe. Der Kirchenraum ist Stimmungsvoll dekoriert und beleuchtet. Ruhige Weihnachtslieder (live oder digital) wechseln sich mit Zeiten der Stille ab. Von Zeit zu Zeit wird das Evangelium verkündet. Evtl. wird das Evangelium mit großen Bildern dargestellt (Bilder, Fotos vom Krippenspiel, Szenische Darstellung im Ort fotografiert, …). Die Gemeindemitglieder können in Kleingruppen den Kirchenraum betreten, verweilen und evtl. Ihre Bitten notieren und eine Kerze anzünden. Am Ausgang erhalten sie einen Segen und ein kleines Geschenk (Kerze o.ä.) sowie eine Hilfestellung, um Weihnachten eigenständig zuhause zu feiern. Die Herausforderung besteht vor allem in der Steuerung des Zu- und Ablaufs der Teilnehmenden. Gemeinsames Tun ist nur schwer erlebbar zu machen. Die Segnung der Familien am Ende nur mit Distanz möglich. Eine Leiterin kann die Anwesenden bitten eine Segensgeste zu machen (Eltern legen ihren Kindern die Hand auf, danach umgekehrt…) und spricht dann aus einer sicheren Entfernung die Segensworte (evtl. Vorsprechen und wiederholen lassen). Der Vorteil dieser Form besteht in der Flexibilität mit Blick auf Zeit und Personenzahl. Das Programm konzentriert sich auf die „Kernkompetenzen“ der Kirche: Stille, Weihnachtslieder, Evangelium.

Der Ablauf kann aus einer losen Aneinanderreihung folgender Elemente in der Endlosschleife bestehen: Weihnachtslieder (live, instrumental, mit Gesang…); Stille; Weihnachtsevangelium; Stille; Evtl. Fürbitten mit Zwischengesang (z.B. Du sei bei uns, GL 182) oder gesungene Fürbitten (z.B. Da wohnt ein Sehnen tief in uns, GL 830); Stille; Weihnachtslieder; …


Verbindung von Präsenz-Gottesdiensten und anderen Formen

Präsenz-Gottesdienste werden nicht die einzige Form sein, wie die Menschen vor Ort Weihnachten feiern werden. Manche werden zuhause Gottesdienst feiern mit einer eigenständig gestalteten Feier, am Fernseher mitfeiern, über einen livestrean verbunden sein, … Suchen Sie nach Ausdrucksformen, wie auch diese Gemeindemitglieder vermittelt bekommen, dass sie Weihnachten dabei waren und nicht allein sind.